• Karl Marx und zinstragendes Kapital

    Verfasser: Lex Luger, Arbeitertum

    Es gibt ja allerhand Gerüchte und Urteile über den „Gründervater des Sozialismus“, und kaum jemand ist heutzutage so sehr ein Opfer einseitiger Deutungswillkür wie er. Ein hartnäckiges Gerücht über den „Mohren“ Marx hält sich zum Beispiel in der nationalsozialistischen Rechten, die nach wie vor engstirnig behauptet, Marx habe sich niemals zum Zins geäußert, weil er seine angeblichen Auftraggeber – jüdische Bankiers – nicht verraten wollte bzw. durfte. Gleichzeitig aber sollte sein 2.500 Seiten starkes Werk „Das Kapital“ herhalten, die Völker zu blenden und zu knechten; nun gut, mit viel Phantasie mag man dies vielleicht in Romanform bringen, mit der Realität hat dies aber gemeinhin nichts zu tun. (An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Beurteilung Marxens innerhalb des NS-Lagers auseinandergehen kann. Arbeitertum behält es sich jedoch vor, eine gewisse Tendenz erkennen zu können.)
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    Wasserversorgung vor Privatisierungswelle

    Die Monopolkommission des Bundes befasste sich in ihrem 18. Hauptgutachten mit der Lage der Trinkwasserversorgung in Deutschland. Hierbei wurde die dezentrale Struktur der deutschen Wasserversorgung moniert. Da dieser wichtige Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – aus gutem Grunde – in kommunaler Hand ist, gibt es in Deutschland mehr als 6500 Versorger. Diese warten zudem noch mit Preisschwankungen von geschlagenen 270 Prozent auf. Als Ausweg empfiehlt die Monopolkommission eine Überprüfung der bestehenden Strukturen: „Im Ergebnis muss die faktische Ungleichbehandlung von öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Wasserversorgern im Bundesgebiet abgestellt, Größenvorteile ausgenutzt und die Degression unspezifischer Gemeinkosten bestmöglich umgesetzt werden.” Angeregt werden ferner das „Outsourcing bestimmter Aufgaben“ und vermehrte Ausschreibungswettbewerbe. Ferner soll die Wasserversorgung vermehrten Regulierungen und Vereinheitlichungen durch Bund und Länder unterworfen werden, was neben gewiss möglichen Effizienzsteigerungen allerdings auch einen massiven Kompetenzverlust der kommunalen Selbstverwaltung mit sich bringen wird.
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    Anleitung zur Basisgruppenarbeit

    Eine sichere Grundlage der nationalrevolutionären Bewegung sind die örtlichen Basisgruppen. Sie sind die kleinsten Zellen im organisierten Gewebe und müssen als die eigentlichen Bausteine der Bewegung betrachtet werden. Aus ihnen erwachsen Stärke und Schlagkraft im politischen Kampf. Eine sorgfältig etablierte Bundesführung kann nichts erreichen wenn ihr ein weit verzweigtes Netz solider örtlicher Basisgruppen fehlt, die in enger Zusammenarbeit erst die nötigen Aktionsmöglichkeiten bereitstellen. Der systematische und wohlüberlegte Aufbau örtlicher Basisgruppen und ihrer kontinuierlichen Arbeit am jeweiligen Ort deshalb von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen politischen Kampf. Wichtig ist nicht zu sehr die zahlenmäßige Stärke der Gruppe, sondern Charakter und Fähigkeiten ihrer Mitglieder und deren Verhältnis untereinander.
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    Zu den Voraussetzungen für eine Hamburger Querfront

    Die Hamburger NPD hatte jüngst die antiimperialistische Linke in Hamburg zu einer Querfront beziehungsweise erst einmal zu Gesprächen aufgerufen. Konkret richtete sich das Gesprächsangebot an die im internationalen Zentrum B5 versammelten antiimperialistischen Gruppen. So sieht man in der Hamburger NPD erhebliche Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen mit den linken Antiimperialisten.

    Siehe: http://www.npd-hamburg.de/aktuelles/…82010_944.html

    Allerdings dürfte das Zustandekommen konstruktiver Gespräche in der gegenwärtigen Lage und Verfasstheit eher sehr unwahrscheinlich sein. Zu sehr hindern am Zustandekommen einer sogenannten „Querfront“ dann doch der linke Antifaschismus und Antirassismus sowie der rechte Antibolschewismus. Auch darf an die NPD Hamburg die Frage gestellt werden, was sie denn konkret unter dem im Text aufgeführten nationalen Antikapitalismus und „deutschen Sozialismus“ verstünde. Bisher sind die NPD und die JN weder in Hamburg noch in anderen Bundesländern als sonderlich national- und sozialrevolutionäre Kraft aufgefallen. Die Tendenz zu Rechtspopulismus, national-sozialer Marktwirtschaft und Antibolschewismus wird wohl gerade durch die angestrebte Fusion mit der nationalkonservativen DVU verstärkt werden, die sich in ihrer Programmatik stets überdeutlich zur heiligen Kuh des Grundgesetzes bekannte.
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    Hartmut Rübner über Heinrich Laufenberg

    Hartmut Rübner, unter anderem Geschichtsschreiber des deutschen Anarcho-Syndikalismus (das Buch über die historische FAU ist übrigens die Anschaffung wert!), befasste sich auf “Geschichte von unten” mit dem auch von uns geschätzten Hamburger Revolutionär Heinrich Laufenberg. Erstaunlich, da man in linken Kreisen sonst eher verschämt dazu neigt, die “hässlichen Verwandten” totzuschweigen…

    Vom „politischen Generalstreik“ zum „revolutionären Volkskrieg“

    Heinrich Laufenberg als Zentrumspolitiker, Sozialdemokrat, Rätekommunist und „Nationalbolschewist“

    “Für kaum eine andere Persönlichkeit der Geschichte des Radikalismus in Deutschland ist die Erkenntnis, dass sich ideologische Gegensätze zuweilen berühren oder gar überschneiden, derart charakteristisch wie für den am 19. 1. 1872 in Köln geborenen Heinrich Laufenberg. Mit der Konzeption des nationalen Kommunismus überschritt Laufenberg eine ideologische Grenzlinie und wurde zu einem Gratwanderer zwischen dem rechten und dem linken Lager. Gegen Ende seines Lebens politisch isoliert, stand er zuletzt dem linken politischen Spektrum näher als den diversen sich als sozialrevolutionär-nationalistisch verstehenden Zirkeln, deren Adepten sich bis heute bisweilen auf ihn beziehen.”

    Weiter unter:

    http://www.geschichtevonunten.de/texte/dland/d-ruebner-laufenberg.htm